Ich muß, um eure Mattigkeit

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Ich muß, um eure Mattigkeit zu stählen,
  Weil ihr schon wieder an zu zagen fanget,
  Euch nur vom Feind, vor dessen Stahl ihr banget,
  Eins von den Wundern, die er that, erzählen.

Welch's denn soll ich von seinen Wundern wählen?
  Weil ihr so gern an dem, was neu ist, hanget,
  Wähl' ich sein neustes, das so herrlich pranget,
  Daß er drob heut noch mag dem Himmel schmälen.

Euch in eu'r kurz Gedächtniß will ich rufen
  Den Wunderzug des Heeres jener Stolzen,
  Das siegreich zog gen Norden, unberufen,

Bis an ein Ziel, wo, nach verschoss'nen Bolzen,
  Es wieder heimging, mit erfrornen Hufen,
  Die schmählich, bis es kam zum Süden, schmolzen.
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