Wetterpropheten.

Als wir lang auf Regen harrten.
  Unerhört zum Himmel starrten,
  Und, ohn' unsrer Noth zu achten,
  Uns der Himmel ließ verschmachten;
  Fragten wir zuletzt in sündiger
  Ungeduld den Wetterkündiger;
  Schaut' er auf den Barometer,
  Sprach: Auf Aendrung eben fleht er;
  Eins von beiden kommt geschwind,
  Sei es Regen oder Wind.
  Regen, der sei uns willkommen;
  Wind, wozu soll der uns frommen?
  Was der Sonne Feueraugen
  Schenken, vollends auszusaugen,
  Jedes Hälmchen abzumatten,
  Das vor Brand sich barg im Schatten
  Wenn ihr wollt getröstet sein,
  Lassei euch nur prophezein!
  Anders wird’s, doch weiß man nimmer,
  Ob dann besser oder schlimmer.