Das räumt ihr ein

                Samuel.


Das räumt ihr ein, gesteht's und fagt's eintönig,
Und dennoch ruft ihr:

                  Alle.

                  Gieb uns einen König!

                Der erste.

Ja, einen König! denn seit Israel
Kein Haupt nach Mose und nach Josua hat,
Kein Oberhaupt mit geltendem Befehl,
Und jeder thut nach eignem Sinn und Rath;
Schlug Gottes Plan der Landerob'rung fehl,
Zur Noth schirmt jedes Häuflein seine Stadt:
In Kanaan rings wohnt noch der Kanaanite,
Selbst in Jerusalem der Jebusite.

                Der zweite.

Drum einen König! einen König laß
Herziehn vor uns zum Kampfe mit den Heiden,
Daß rascher Bogenspannung Unterlaß
Nicht folg' und Schwertes Stumpfung seinem Schneiden;
Der einend uns mit Kraft zusammenfaß'
Im Band, an dem kein Faden sei zu scheiden:
Der Kanaan auch den Kanaanitern nehm',
Und Jebusitern ihr Jerusalem.

               Der dritte.

Ja, einen König, daß zusamnenründe
Sich die Zerstreuniß in der Sammlung Kreis,
In dem das Volk sich mit sich selbst verbünde,
Sich jeder fühl' am Stamm des Ruhms ein Reis,
An dessen Herrscherglanze sich entzünde
Das Selbstgefühl, das ringt nach höchstem Preis,
Und wenn uns Völker ihre Kön'ge zeigen,
Mit Stolz wir sagen: der ist unser eigen.

                  Samuel.

Nun, einen König! Hört! Jehova spricht;
Er hat in mir, er hat zu mir gesprochen;